Mangel an Freiheit

Michael

Mangel an Freiheit

Mir ist aufgefallen, dass die Leute aufgehört haben, Fragen zu stellen und nicht der Wahrheit auf den Grund gehen wollen. Ich persönlich wollte darüber nachdenken, wie ich weiterleben kann. Und dafür muss ich verstehen, was vorher passiert ist
Ich liebe die Freiheit und lebe in den Tag hinein. Ich liebe das Reisen und war froh, ein weiteres Abenteuer vor mir zu haben. Doch als die Pandemie begann, musste mein Urlaub abgesagt werden. Ich sagte, dass dies alles Unsinn ist. Dass alles bald enden wird… Und das stellte sich als falsch heraus.

Damals konnte ich mir nicht vorstellen, dass es so schwierig wird!

Ich kann mich nicht damit abfinden, dass ich diese Maske aufsetzen muss. Dass ich mit Freunden nicht in eine Bar gehen kann. Mir fehlt diese Freiheit enorm! Das Leben davor war so schnell, dass wir aufhörten zu schätzen, was wir hatten. Redefreiheit, Bewegungsfreiheit. Weil wir glaubten, dass es immer so sein wird.

Erst wenn du etwas verlierst, merkst du, was du verloren hast.

Als ich zu Hause in Quarantäne war, wurde mir klar, wie schwierig es ist, von zu Hause aus zu arbeiten. Es ist schwierig aufzustehen, sich zu motivieren und zu wissen, dass man nirgendwo hingehen muss. Ich habe Zeit, etwas zu tun. Aber ich will nicht. Hilflosigkeit in der Isolation hat mir gezeigt, dass man sich nicht immer selbst um alles kümmern kann, es gibt Zeiten, in denen man nicht auf andere Menschen verzichten kann.

Aber das Schwierigste war, mit mir allein zu sein, mich selbst zu hören … und zu verstehen, dass ich nicht immer richtig gehandelt habe.

Meine Pandemie ist ein Gefühl, in einer Kiste eingesperrt zu sein. Ein Mangel an Freiheit. Ich kann nicht machen was ich will. Meine Pandemie ist eine Zeit, in der ich über mich selbst nachdenke, was um mich herum ist und wie ich damit weiter leben werde.

Es ist unmöglich, sich auf all das vorzubereiten, weil man nicht weiß, wann das alles enden wird. Wir müssen versuchen, uns nicht darüber aufzuregen, dass etwas nicht geklappt hat, sondern froh sein, dass sich das Leben verlangsamt hat und wir die Gelegenheit haben, uns an die Menschen und Situationen zu erinnern, die uns geholfen haben. Man muss lernen und dankbar sein. Fangen Sie die Freude des Augenblicks ein, welchen es sonst nicht gegeben hätte! Rückblickend ist es wichtig, Schlussfolgerungen zu ziehen – werde ich weiter so leben wie zuvor?

Wir müssen dies als Chance zum Umdenken und als Gelegenheit sehen, sich selbst kennenzulernen! Nehmen Sie sich Zeit, stellen Sie Fragen und suchen Sie nach Antworten!

Die Welt verändert sich und wir mit ihr zusammen. Aber jeder muss zuallererst mit sich selbst kämpfen.

Michael

Filmcreator, 34 Jahre alt

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